Erste Reaktionen aus der Branche verweisen auf den SchwarzmarktPotsdam, 11. März 2026.Nach der Vorstellung des Glücksspiel-Surveys 2025 in Berlin hält die Kritik an Methodik und fehlendem Blick für den Schwarzmarkt an. Erste Reaktionen aus den Verbänden fallen entsprechend aus. Casinoverband betont seine Verantwortung.Die Branche hat unterschiedlich zu dem in Berlin vorgestellten Glücksspiel-Survey 2025 reagiert. Ungeachtet der Kritik an den methodischen Mängeln an der vom Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und der Universität Bremen erstellten Studie, die vom Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) gefördert wurde, kommen die Forscher zu dem Schluss, dass sich das Suchtverhalten der Deutschen im Vergleich zu der Vorgängerstudie weitgehend konstant geblieben ist.Kerstin Kosanke, Präsidentin des Deutschen Spielbankenverbandes betonte angesichts der Studie die Unterschiede zwischen dem Verhalten der Spieler in den Casinos und an den heimischen Computern. „Es ist nun einmal ein Unterschied, ob jemand allein vor dem Computerbildschirm zuhause sitzt und online an virtuellen Automaten spielt oder in eine unserer Spielbanken geht, in denen der menschliche Faktor eine wichtige Rolle spielt. Unser Personal wird sofort aufmerksam, wenn jemand ein auffälliges Verhalten zeigt. Dieser Verantwortung stellen wir uns“, sagte sie in einer Stellungnahme der GlücksWirtschaft. „Unser gut geschultes Personal in den Spielbanken gewährleistet den Schutz der Gäste – gerade in puncto Jugend- und Spielerschutz.“Zu den Zahlen der Studie sagte sie: „Wir sind sehr erfreut, dass das Glücksspielverhalten der Menschen in Deutschland weitgehend konstant geblieben ist und sehen uns bestätigt, dass die Gefahren einer möglichen Sucht nicht signifikant gewachsen sind.“Kerstin Kosanke, Präsidentin des DSbVZu den Zahlen der Studie sagte sie: „Wir sind sehr erfreut, dass das Glücksspielverhalten der Menschen in Deutschland weitgehend konstant geblieben ist und sehen uns bestätigt, dass die Gefahren einer möglichen Sucht nicht signifikant gewachsen sind.„Wer Spielerschutz ernst nimmt, muss deshalb auch den wachsenden Schwarzmarkt ernst nehmen.“Die Präsidenten des Deutschen Online Casinoverbands (DOCV) und des Deutschen Sportwettenverbands (DSWV), Dirk Quermann und Mathias Dahms, verwiesen auf den schutzlosen Raum, in denen sich Spieler im Schwarzmarkt bewegen. „Jeder Mensch mit einer Glücksspielstörung ist einer zu viel. Im regulierten Markt greifen staatlich geprüfte Schutzinstrumente – von Einzahlungslimits über das bundesweite Sperrsystem OASIS bis hin zu verpflichtenden Warnhinweisen und Spielpausen. Im Schwarzmarkt existiert keines davon. Wer Spielerschutz ernst nimmt, muss deshalb auch den wachsenden Schwarzmarkt ernst nehmen: Dort sind gefährdete Spieler schutzlos.“Auch Georg Stecker, Vorstandsprecher des Dachverbandes der deutschen Automatenwirtschaft ging auf die Gefahren des Schwarzmarktes für das Suchtverhalten ein. Unter der Überschrift „Der Schwarzmarkt ist der blinde Fleck!“ erklärte er, der Glücksspielmarkt sei im Umbruch. „Allein beim Automatenspiel ist mindestens jedes dritte Gerät illegal und der Schwarzmarkt hat ein Volumen zwischen drei und sechs Milliarden Euro.“ Das müsse in den Fokus gestellt werden, „auch weil durch das Sperrsystem OASIS Verbraucher mit Glücksspielstörung vom legalen Angebot ausgeschlossen werden und deshalb ungeschützt in den Hinterzimmern spielen. Hier entsteht durch fehlgeleitete Regulierung massiver Schaden für Verbraucher und Gesellschaft“, so Stecker. Er befürwortete eine ausführliche Diskussion über das Spielverhalten. „Für Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Verbände ist ein auf Fakten und wissenschaftlich validen Daten basierender Diskurs über das Spielverhalten in Deutschland notwendig und wichtig. Ob die vorgestellte Studie die massiven wissenschaftlichen Fehler ihrer Vorgänger-Studien wiederholt, wird sich im fachlichen Diskurs zeigen.“