Spielbanken

Bis kurz vor der Jahrtausendwende verzeichnen die deutschen Spielbanken eine positive Entwicklung. Bis Anfang der 80er Jahren fehlten relevante Wettbewerber. Seither wird die Position der Spielbanken bestimmt durch neue Bewerber aus dem Internet, die weder einen öffentlichen Auftrag noch die vom Gesetzgeber geforderten Qualitäten an Sicherheit und Schutz haben.

Neun staatlich konzessionierte Spielbankunternehmen an 35 Standorten stehen in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft. Sie erzielten 2017 einen Brutto-Spielertrag (BSE, Einnahmen minus Gewinne) von 320 Mio. Euro. 124 Millionen Euro wurden als Abgaben und Steuern zu Gunsten des Gemeinwohls in die Bundesländer zurückgeführt. Die öffentlich-rechtlichen Spielbanken konnten dabei ihren ordnungs- und formalrechtlich – per Grundgesetz und Ländergesetzen – zugewiesenen Auftrag mit einem Freizeitangebot verknüpfen und gegenüber 3 Millionen Gästen erfüllen. Dazu bieten sie in Ländern und Gemeinden 3.000 qualifizierte, sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Arbeitsplätze.

Zu den Spielbanken in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft kommen neun Spielbankunternehmen, die staatlich konzessioniert sind und unternehmerisch in privater Regie agieren. Sie erreichten 2017 in sieben Bundesländern (Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt & Mecklenburg-Vorpommern) ca. 3 Millionen Besucher.

Die Kennzahlen der Spielbanken für 2017 insgesamt:

  • 62 Standorte
  • Brutto-Spielertrag (BSE): 607 Mio. Euro

    • davon Klassisches Spiel: 145 Mio. Euro
    • davon Automatenspiel: 462 Mio. Euro
  • Tronc (1): 81 Mio. Euro
  • Besuche: 5,5 Mio.
  • BSE (2) pro Besuch: 110 Euro
  • Tronc pro Besuch: 15 Euro

Seit 2007 zeigen die Kennzahlen eine rückläufige wirtschaftliche Entwicklung:

Spielbanken gesamt 2007 2017 Änderungen
Bruttospielertrag (BSE)
923 Mio. € 607 Mio. € -34%
Klassisches Spiel anteilig 210 Mio. € 145 Mio. € -31%
Automatenspiel anteilig
713 Mio. € 462 Mio. € -35%
Tronc 142 Mio. € 81 Mio. € -43%
Besuche 8,9 Mio.
5,5 Mio.
-38%

(1): Trinkgeld, das täglich gesondert gesammelt und unter den Angestellten der Spielbank monatlich nach
einem Punktesystem aufgeteilt wird.

(2): BSE, Einnahmen minus Gewinne, regelmäßig Differenz zwischen Spieleinsätze und Gewinne der Spielenden.