Presse 

Zahlungsverzicht gegenüber Online-Casino  – Zeichen für Bewertung als  Illegalität

„Deutscher Spielbankenverband: „Hohes Transaktionsrisiko bei illegalen Online-Casinospielen“.

„Wenn das Online-Bezahlsystem Paypal Forderungen von Online-Casinos zurückweist, ist das ein Signal, dass finanzielle Transaktionen im Online-Glücksspiel von Internet-Casinos unsicher sind“, sagt Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbanken Verbandes DSbV.

Er verweist auf Rechtstreitigkeiten zwischen Online-Spielern und Online-Casinos, bei denen der Internet-Finanzdienstleister zwischengeschaltet ist. So berichtet  etwa die Rechtsanwaltskanzlei Reeckmann  über einen aktuellen Fall. Dabei habe PayPal bestätigt, „dass mehrfache Zahlungen an Glücksspielanbieter geflossen sind. Außerdem hat PayPal erklärt, dass die Forderungsbeitreibung gegen den Nutzer mit sofortiger Wirkung eingestellt wurde und keine weiteren Forderungen mehr gegen ihn bestehen.“

PayPal verzichtet damit auf Zahlungsforderungen in Höhe von knapp 95.000 Euro. Ein Online-Spieler hatte diese Summe via PayPal für Casinospiele bei Quasargaming eingesetzt. Auf die Einlassung der Kanzlei, Online-Casinospiele  und die damit verbundenen Zahlungsverkehre seien in Deutschland illegal, habe PayPal mitgeteilt, dass keine Forderungen mehr bestehen. Diese Entscheidung sei aber keineswegs ein Präzedenzfall“ und „Blaupause“ für künftige Transaktionen, so die Kanzlei

Wulferding: „Auch wenn dies ein Einzelfall ist, so zeigt er die Unsicherheiten von Transaktionen mit Online-Casinos. Sie  sind die Rechtsfolge davon, dass das Spiel in Online-Casinos in Deutschland verboten und sogar strafbewehrt ist. Oft ist das Usern unbekannt. Doch Unwissenheit schützt nicht vor Konsequenzen, auch weil PayPal keinen Käufer-Schutz mehr bietet“.

So übernimmt seit  November 2016 PayPal keinen Käuferschutz mehr für Zahlungen an Glücksspiel- und Wettanbieter im Internet. In den Käuferschutzrichtlinien heißt es unter 3.2: „ Anspruch auf Käuferschutz kann … mit folgenden Ausnahmen bestehen: …jegliche Wetteinsätze und sonstige Glücksspielaktivitäten.“ Wulferding: „Da das Volumen des Online-Glücks- und Wettspiels trotz der Unwägbarkeiten der Aus- und Einzahlungen wächst, wird auch die Zahl der Konflikte zunehmen. Viele Anbieter bieten Plattformen und Websites, die nicht sicher sind wie das stationäre Glücksspiel. Durch das Spiel im anonymen Internet fehlt oft ausreichender Schutz bei Transaktionen von Geld.“

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de

Globalisierung des Glücksspielmarktes auf dem grünen Rasen der Bundesliga

„Werbung über vier Banden: Chinesischer Glücksspielanbieter sponsert Bundesliga-Verein, um in der Heimat Aufmerksamkeit zu erzeugen“.

„In Deutschland steht die Neuregelung der Sportwetten-Marktes Anfang 2018 auf der Agenda. Ein chinesischer Sportwetten-Anbieter nutzt die derzeitige deutsche Grauzone bereits für sich. Er unterstützt den Fußball-Bundesligisten Werder Bremen, der einen chinesischen Lizenzspieler verpflichtet hat. Der Spieler sorgt dafür, dass Werder auch im Reich der Mitte attraktiv ist – und Sympathien für den Online-Anbieter einspielt“, sagt  Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbanken Verbandes DSbV.

Anfang Juli 2017 präsentierte Werder Bremen den neuen Co-Sponsor HEJI18.com, (和记娱乐).  Der asiatische Sportwetten- und Online-Gaming- Anbieter stammt aus China, wo Glücksspiel und Werbung dafür verboten sind. Da Werder den chinesischen Junioren-Nationalspieler Yuning Zhang eingestellt  hat, kalkuliert HEJI18.com mit TV-Ausstrahlungen in der Heimat. HEJI18 wird sich im Weser-Stadion auf mehreren Werbeflächen präsentieren. So ist der Anbieter unter anderem auf der TV LED Bande sowie TV relevanten Cam Carpets zu sehen. Offiziell heißt es bei Werder: „HEJI18 möchte durch das Engagement bei Werder den Bekanntheitsgrad kontinuierlich steigern. Die Bundesliga und auch Werder Bremen haben vor allem in China eine sehr große Präsenz. Für HEJI18. com ist die Bundesliga „die geeignete Marketingplattform, unsere Marke zu bewerben.  2006/2007 war noch betandwin Werbepartner von Werder Bremen. 2006 verbot das Bremer Oberverwaltungsgericht die Trikotwerbung für dieses „dieses unerlaubte bundesweite Wettangebot“.

Im Kernland China ist Glücksspiel verboten, erlaubt ist es nur in der chinesischen Enklave Macau. Die Macau-Casinos erreichten bis vor kurzem das siebenfache des Umsatzes von Las Vegas.  Wulferding:  „In China aber auch in Deutschland zielen Marketing und Werbung darauf ab, den Eindruck von Seriosität und Normalität zu erzeugen.“ Die Zusammenarbeit von Werder Bremen ist kein Einzelfall.  Mehrere Online-Sportwetten-Anbieter sind Sponsor Partner im Fußball, obwohl der Glücksspielstaatsvertrag den nicht in Deutschland lizenzierten Anbietern und deren Werbung Grenzen setzt. So unterstützt bwin Borussia Dortmund. Das Wiener Unternehmen Interwetten ist Business Premium Partner der TSG Hoffenheim. tipico wirbt u.a. mit dem FC Bayern München, dem Hamburger SV oder RB Leipzig. Bei Hertha BSC und Schalke 04 ist bet-at-home.com engagiert. mybet ist Co-Sponsor von Borussia Mönchengladbach.

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de

Kryptowährung Bitcoin verändert das Glücksspiel

„Der Zahlungsverkehr mit Bitcoins stärkt die illegalen Online-Casinos“

Baden-Baden, 3. Juli  2017.  Bei der Konferenz der Bundesbank Mitte Juni  „Frontiers in Central Banking – Past, Present and Future“  warnte Bank-Chef Jens Weidmann auch vor Bitcoins. Sie könnten die Gefahr einer Bankenpleite beschleunigen, da nur eine wenige Minuten dauernde digitale Transaktion nötig sei, um Geld in großen Mengen zu bewegen. Jetzt weist Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbanken Verbandes DSbV, auf die Folgen der Kryptowährung für Spielbanken hin: „Während die konzessionierten Spielbanken klare Regeln zur Sicherung des Zahlungsverkehrs oder zur Abwehr von Geldwäsche einhalten, verändert die virtuelle Währung der Bitcoins das Geldgefühl beim Spiel in Online-Casinos.  Eine Besonderheit der digitalen Münze fördert ihren Einsatz in Online-Casinos: Sowohl der Zahlende als auch der Empfänger bleiben unerkannt. Sensible Daten wie  IBAN und BIC werden nicht an Dritte übermittelt. Casino-Anbieter verwenden daher das virtuelle Bezahlsystem häufig für Ein- und Auszahlungen.“

Bitcoin-Überweisungen gelten zwar dank digitaler Signaturen als sicher. Im Transaktionsprozess erhält der Zahlende eine Sender-Adresse, der Empfänger die Zahler-Adresse. Allerdings reicht für eine Transaktion eine Bitcoin-Adresse, die aus einer zufälligen Kombination von Zahlen und Buchstaben besteht. „Die Akzeptanz der digitalen Währung mag noch gering sein. Doch sie könnte in den Communitys der jungen User steigen, weil internetaffine Spieler gegenüber Innovationen wie Bitcoins aufgeschlossen sind. Online Casinos gelten als Einfallstor für virtuelle Zahlungsmittel; sie  fördern den Umgang. Zudem gilt die Transaktion via Bitcoin als sehr schnell. In 10 Minuten ist das Kapital auf dem Spielerkonto. Auch das kommt den Surf- und Spielgewohnheiten jüngere User entgegen“.

Wulferding: „Bitcoins sind eine Währung, auf die der Staat keinen Einfluss hat. Der Geldfluss liegt in den Händen der User. Der Statt hat keine Möglichkeiten, Steuern und Abgaben zu erzielen“.  Wulferding verweist hier auf die Startseite von casinobitcoin.de. Hier werden die künftigen Vorteile des Bitcoin-basierten Glücksspiel genannt: „Bitcoin und das Online Glücksspiel sind ein (fast!) perfektes Paar. Es gibt viele Vorteile des Glücksspiels mit Bitcoins: Transaktionen werden schnell und anonym abgewickelt, es gibt keine Rückbelastungen (Chargebacks) und der Spieler muss sich keine Sorgen über Steuern machen. Außerdem ist Bitcoin keine offizielle Währung, weshalb das Glücksspiel mit Bitcoins nirgends illegal ist – egal in welchem Land sich der Spieler befindet.“

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de

Werbung für Online-Glücksspiel-Angebote

„Nicht-konzessioniertes Glücksspiel bewirkt durch Werbung den Anschein der Legalität“.

Mit einer Rechtsprechung hat das Verwaltungsgericht Wien jetzt die Werbung im österreichischen Glücksspiel neu geordnet: Werbeträger haften künftig für Rechtsverstöße der Auftraggeber nur, wenn sie aufgefordert werden, werbliche Inhalte zu unterlassen. Im Rahmen dieser Verfahren ging es u.a. um die Werbung für Online-Glücksspiel, das in Österreich verboten ist, sofern es nicht konzessioniert ist. Wie in Deutschland aber werben auch Veranstalter ohne Konzession in Print- und elektronischen Medien. Das österreichische Glücksspielgesetz ist in der Diskussion. Derzeit sind drei Vorlageverfahren beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) anhängig.

“Der Blick über die Grenzen zeigt, dass die Rechtswirklichkeit der Werbung die Rechtsnormen eingeholt hat. Hier wie dort wird für ein Glücksspiel geworben, das ohne Konzession auf den Markt drängt“, sagt Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbanken Verbandes DSbV.  Dennoch investieren auch  in Deutschland Online-Anbieter immer häufiger in Werbung. Dies gilt vor allem für die Sportwettenbranche. So kommt das Handelsblatt Institute Research in seiner Studie zum „Glücksspielmarkt in Deutschland“ zum Ergebnis: „Die anderen Anbieter des legalen Marktes – Spielbanken und Spielautomatenaufsteller – spielen nur eine untergeordnete Rolle bei den Werbeausgaben.“ So hätten etwa Zweitlotterien wie Lottoland, die in Deutschland nicht erlaubt sind und zum nicht-regulierten Markt zählen, ihre Werbeausgaben in den vergangenen Jahren am deutlichsten gesteigert (+ 134 Prozent, 31 Mio. Euro. )

Wulferding: „Werbung für Online-Wetten wirkt, weil Spots im täglichen genutzten Fernsehprogramm den Eindruck erwecken, dass damit auch das Glücksspiel selbst legal ist.“  So schreiben die Analysten des Handelsblatt Institutes: „Zudem suggeriert eine flächig eingesetzte Werbung von Anbietern des nicht-regulierten Marktes den Anschein von Legalität, da die Anbieter offensichtlich öffentlichkeitswirksam auftreten dürfen.“

Anbieter privater Sportwetten gaben 2015/16 etwa 45 Millionen Euro für Werbung aus (+120 Prozent),  Online-Casinos (ohne Konzession) etwa 8,5 Millionen Euro.

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de

Wettbewerb: Legales Glücksspiel erzielt noch ein Zehntel des Umsatzes illegaler Sportwetten

„Spielbanken setzen mit 3,7 Prozent Umsatzplus 2016 Aufwärtstrend fort“

Baden-Baden, 1. Februar 2017. Die Spielbanken Deutschlands erreichen im Geschäftsjahr 2016 einen dem Umsatz vergleichbaren Gesamt-Bruttospielertrag (BSE) von 577 Mio. Euro. Das bedeutet 2016 ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber 2015. Der BSE ist die Summe aller Spieleinsätze, die nach Auszahlung der Gewinne verbleibt. Die Zahl der Besucher blieb 2016 nahezu konstant: 5.53 Mio. Gäste (2015: 5.6 Mio.).

Zum Gesamtmarkt der staatlich-konzessionierten Spielbanken, die legales Glücksspiel im geschützten Bereich anbieten, gehören neun privatwirtschaftlich ausgerichtete (31 Standorte) sowie neun öffentlich-rechtliche Spielbankgesellschaften (35 Standorte). Die für 2016 vorliegende Bilanz aller Häuser zeigt im Jahresvergleich: Der gesamte legale Markt der deutschen Spielbanken konnte 2016 erneut wachsen, nachdem der Umsatz der konzessionierten Spielbanken in der zweiten Hälfe der 2010er-Jahre zurückgegangen war und sich erst jetzt wieder verbesserte (2015:  556 Mio. Euro, 2014: 508 Mio. Euro.) In dieser Phase lag der Umsatz der illegalen (Wett- und Online Casino-) Anbieter zum ersten Mal über dem des legalen Spiels.

„Die Ertragslage 2016 zeigt, dass die deutschen Spielbanken die Rückgänge nicht nur aufgehalten haben. Wir konnten den Trend sogar umkehren. Das Wachstum zeigt die hohe Akzeptanz des legalen Glücksspiels. Es verdeutlich aber, dass wir nicht mit der exorbitanten Entwicklung der illegalen Anbieter mithalten können. Im Markt der Sportwetten etwa erwarten Forscher 2016 ein Plus, das den Umsatz auf das Zehnfache des legalen Umsatzes der Spielbanken schnellen lässt, das heißt über 5 Milliarden Euro“, sagt Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbanken Verbandes DSbV. „Dem aggressiven und durch Werbung im TV und Zeitschriften ausgetragenen Verdrängungswettbewerb können die Spielbanken nicht entgehen. Ihnen ist suggestive Werbung untersagt.“

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de

Online Sportwetten

„Ungleicher Wettbewerb für öffentliche Spielbanken durch mehr Werbung für nicht konzessionierte Online Sportwetten“

Baden-Baden, 1. Dezember  2016. „Das konzessionierte Glücksspiel der deutschen Spielbanken ist einem wachsenden Wettbewerb mit nicht-konzessionierten Anbietern von Sportwetten ausgesetzt. Dieser Wettbewerb verschärft sich, wenn den Anbietern im nicht-regulierten Markt zugestanden wird, ihre Werbung zu verstärken – obwohl noch keine Lizensierung erfolgt ist“, sagt Otto Wulfer-ding, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbanken Verbandes DSbV. Er nimmt Bezug auf die aktuelle Einlassung von Sportverbänden wie DFB und  DFL, die eine Reform des Glücksspiel-Staatsvertrages und eine Ausweitung der Trikotwerbung fordern.
Dabei geht es um eine unterschiedliche Bewertung von Werbung  je nach Spielklasse: So findet sich bei Profi-Fußballvereinen Werbung auf den Trikots – trotz der fehlenden glücksspielrechtlichen Erlaubnis für die Online-Anbieter, die ihren Firmensitz meist im Ausland haben. Amateur-Vereinen ist diese zusätzliche Einnahmequelle verwehrt.

Wulferding verweist auf den zunehmenden Umsatz des Sportwetten Marktes, der 2015 bei knapp fünf Milliarden Euro lag und 2016 diese Schwelle überschreiten wird. Nach einer Studie von rese-arch tolls, Esslingen, investierten Glücksspielanbieter 2015 pro Jahr 200 Millionen Euro in Werbung. Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Ausgaben um mehr als 40 Prozent. Der Teilmarkt Sportwetten hat daran einen Anteil von 23 Prozent. Davon profitieren Fußballvereine wie RB Leipzig – oder Bayern München. Hier löste etwa Tipico den Anbieter Bwin als Sponsor ab. Das auf Malta ansässige Unternehmen soll nach einem Bericht der tz München etwa 5 Millionen Euro pro Saison für das Sponsoring zahlen. Tipicos Testimonial ist Ex-Welttorhüter Oliver Kahn. Der ehemalige Bundesliga-Trainer Otto Rehhagel wirbt auf der Website für Expekt Sportwetten, Malta.

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de

Online Glücksspiel

„Ende des PayPal-Käuferschutz für Glücksspiele ist ein Signal für mehr Konflikte im nicht-regulierten Wett-Markt“

Baden-Baden, 10. November 2016. „Ab 19. November 2016 wird das Online-Bezahlsystem PayPal keinen sogenannten Käuferschutz mehr für  Zahlungen an Glücksspiel- und Wettanbieter im Internet mehr übernehmen. Das ist ein Zeichen, dass der Markt rasant wächst, in Deutschland insbesondere durch hier nicht regulierte Anbieter“, sagt Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbanken Verbandes DSbV. In den neuen Käuferschutzrichtlinien, schreibt PayPal: „3.2 Anspruch auf Käuferschutz kann … mit folgenden Ausnahmen bestehen: …jegliche Wetteinsätze und sonstige Glücksspielaktivitäten.“

Wulferding interpretiert die Aktualisierungen der PayPal-Richtlinien mit Blick auf den Wettspielmarkt in Deutschland. So geht das Marktforschungsinstitut Goldmedia davon aus, dass 2016 zum ersten Mal die Grenze von 5 Mrd. Euro für Wetteinsätze überschritten wird. 4,9 Mrd. Euro gehen an private, 0,2 Mrd. an staatliche Anbieter. „Das Ergebnis von 5 Milliarden Euro ist erstaunlich, da außer einem staatlichen Anbieter bisher keine privaten offiziell zugelassen sind. Da das Volumen des Online-Glücks- und Wettspiels dennoch stark wächst, könnte auch die Anzahl der Konflikte zunehmen. Es ist zu vermuten, dass PayPal die analog zum Markt wachsenden möglichen Risiken nicht mehr tragen will. Es agieren zahlreiche unseriöse Anbieter aus Übersee, deren Plattformen nicht über Sicherheiten verfügen wie das stationäre Glücksspiel. Durch das Spiel im anonymen Internet fehlt oft ausreichender Schutz bei Transaktionen von Geld“

Wulferding verweist auf eine Studie des britischen Marktforschungsinstituts Juniper Research. Danach werden die Bruttoumsätze allein aus Virtual Reality Glücksspielen von über 58,5 Mio. Dollar 2016 auf etwa 520 Mio. Dollar 2021 steigen. Das bedeutet ein Plus von 800 Prozent. Besonders Online Casinos, so Juniper, werden daran partizipieren: Sie vereinen 40 Prozent des Virtual Reality Gambling Sektors 2021 auf sich. Noch stehen die hohen Kosten für Zusatzgeräte einer massenhaften Verbreitung entgegen, so dass u Beginn nur fortgeschrittene und erfahrene Smartphone-Nutzer sowie PC-Spieler das neue Angebot nutzen. Doch der Trend zu Virtual Reality Spielen fügt sich ein in ein Gesamtwachstum von Online und Mobile Glücksspiel: Juniper prognostiziert für 2012 weltweit Sportwett-Einsätze von einer Billion Dollar. Derzeit seien es etwa 550 Milliarden Dollar.

„Dass staatliche Aufsichtsbehörden durchaus intervenieren können, zeigen die Niederlande“, sagt Wulferding. Hier hatte die Aufsichtsbehörde für Wetten und Glücksspiele Anfang Oktober 2016  den niederländischen App Store kontrolliert und die Löschung von über 50 Glücksspiel-Apps verfügt.

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de

Verschärfter Wettbewerb verlangt klare Positionierung und personelle Kontinuität

Öffentlich-rechtliche Spielbanken bestätigen amtierenden Verbands-Vorstand für weitere zwei Jahre

Baden-Baden, 14. Juni 2016. Mit Otto Wulferding, Vorsitzender des Deutschen Spielbankenverbandes DSbV und Michael Burkert, Stellvertreter, haben die DSbV-Mitglieder ihren amtierenden Vorstand einstimmig für weitere zwei Jahre bestätigt. „Die Expansion der nicht regulierten Online-Casinos und der Sportwetten-Anbieter erfordert eine klare Positionierung der legalen Spielbanken. Wir werden weiter den Dialog mit Politik, Öffentlichkeit und Interessengruppen führen, um auf den wertverbundenen Auftrag der staatlich-konzessionierten Spielbanken hinzuweisen“, so Wulferding. So nahmen die Vorstände des DSbV erst vor kurzem als Redner an der Fachtagung des Arbeitskreises Spielsucht in Unna teil. „In der öffentlichen Diskussion zeigen wir, wie wir den Auftrag mit Leben erfüllen. Wir sprechen daher über Entertainment im Casino ebenso wie über das Know How der Spielbanken in Fragen des  Spielerschutzes und der Sozialverantwortung. Und wir stellen heraus, wie die Bedingungen eines kontrollierten und gemeinwohlorientierten Glücksspiels in Zeiten der digitalen Transformation sind.“

Der Verband vertritt die öffentlich-rechtlich verfassten Spielbanken auf Landes-, Bundes- und Europaebene: Das sind neun Spielbank-Gesellschaften in acht Bundesländern. Hier ermöglichen sie legales, staatlich-konzessioniertes Glücksspiel an 35 Standorten. Dabei haben die öffentlich-rechtlichen Gesellschaften (neben den privatwirtschaftlichen) einen Marktanteil am Brutto-Spielertrag (Einsätze abzüglich Gewinne) von 56 Prozent sowie bei 3 Millionen Besuchern einen Gäste-Anteil von 55 Prozent. Die öffentlich-rechtlichen Spielbanken meldeten 2015 einen „Umsatz“ von 307 Mio. Euro (+7 Prozent gegenüber 2014).

„Die Bundesländer haben den staatlich-konzessionierten Spielbanken den ordnungspolitischen Auftrag erteilt, ein attraktives, verantwortungsvolles und seriöses Glücksspielangebot bereitzustellen. Diesen Auftrag erfüllen wir in einem Wettbewerb, in dem öfter die Regulierung unterlaufen wird unter der Maßgabe, Glücksspiel dem freien Markt zu überlassen. Es ist aber gesellschaftlich nicht sinnvoll, alles umzusetzen, was betriebswirtschaftlich machbar ist“, erklärt Wulferding. Der Verband lehnt daher eine Kommerzialisierung des Glücksspiels ab.

Michael Burkert ist seit 2007 Geschäftsführer der Saarland-Sporttoto GmbH und der Saarland-Spielbank GmbH sowie stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DSbV. Otto Wulferding übernahm 2008 die Geschäftsführung für die Baden-Württembergischen Spielbanken GmbH.

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de

Studie zur Akzeptanz des Glücksspiels

„Spielbanken können nach Rückgängen die Besucherzahl 2015 verbessern“

Baden-Baden, 18. April 2016. Nachdem die Zahl der Besucher staatlich konzessionierter Spielban-ken zuletzt rückläufig war, zeigen die Werte für 2015 einen gegenläufigen, positiven Trend. Das ist das Ergebnis einer Zweitbetrachtung, die der Deutsche Spielbankenverband (DSbV) auf Basis der aktuellen Studie des Bundesamtes für Gesundheitliche Aufklärung zum Glücksspielverhalten und zur Glücksspielsucht vorgenommen hat. Sie weist u.a.  Daten zur Lebenszeitprävalenz aus, d.h. zum  prozentualen Anteil der Personen, die jemals in ihrem Leben – mindestens also einmal – an einem Glücksspiel teilgenommen haben. Im Jahr 2013 haben danach 15,5 Prozent der Befragten im Alter bis 65 Jahre das Angebot einer Spielbank genutzt. Zwei Jahre später sind es16,1 Prozent. 2007 waren es 19,7 Prozent. Mit Blick auf die Altersgruppen zeigt die Detailbetrachtung, dass die Akzeptanz der Spielbank bei 36-45-Jährigen am höchsten ist. Danach folgen die Altersgruppen 56-65 und 46-55 Jahre.

In der differenzierten Betrachtung nach Spielformen kann das Große Spiel seine Bewertung aus dem Jahr 2015 mit 12,4 Prozent gegenüber 2013 um 0,9 Prozentpunkte steigern. Das Kleine Spiel (Automatenspiel) bleibt konstant mit 7 Prozent bzw. 6,9 Prozent. Das Große Spiel (Klassische Spiel) stößt dabei auf größte Beliebtheit im Alterssegment der 36-45-Jährigen.

Im Vergleich etwa mit den ebenfalls von der Studie analysierten Casinospielen im Internet ist auffällig: Das Online-Spiel hat seine Höchstwerte in der Gruppe der 26 bis 35-Jährigen. Hier machen sich die hohe Online-Nutzung und Internet-Affinität dieser Nutzer deutlich. Die hohe Akzeptanz erhält sich aber nicht in der nachfolgenden Altersgruppe der 36 bis 45-Jährigen und sinkt auf Niedrigwerte von 1,8 bzw. 1,6 Prozent in den Altersgruppen 36-45 bzw. 46-65. „Diese sinkende Nutzung ist offenbar durch die geringere Nähe der älteren Generation zum Internet zu erklären. Auf der anderen Seite gehören die Enddreißiger und Mittvierziger durchaus zu den digital natives, die mit digitalen Medien aufgewachsen ist. Offenbar gelingt es Spielbanken, in dieser Zielgruppe die Markenwerte herüberzubringen, die sie auszeichnen: Gehobene Unterhaltung, zuverlässiges legales Spiel,  Spielerschutz in problematischen Situationen“,  sagt Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des DSbV.

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de

Bilanz 2015: Umsatzplus von 7 Prozent, nahezu konstante Besucherzahl

„Öffentlich-rechtliche Spielbanken: Positive Entwicklung in 2015“

Baden-Baden, 26. Januar 2016. Die öffentlich-rechtlichen Spielbanken Deutschlands melden für das Geschäftsjahr 2015 ein Gesamt-Bruttospielertrag (BSE) von 307 Mio. Euro. Damit liegt der „Umsatz“ 7 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres 2014 und über den Ergebnissen der Vorjahre. Der BSE ist die Summe aller Spieleinsätze, die nach Auszahlung der Gewinne übrig bleibt.
2015 haben 3 Millionen Gäste die im Deutschen Spielbanken Verband (DSbV) organisierten Casinos besucht. Damit lag die Zahl nahezu konstant auf dem Niveau von 2014 mit 3,1 Millionen Gästen. Der DSbV vertritt 9 öffentlich-rechtlich verfasste Spielbank-Gesellschaften in 8 Bundesländern. Hier ermöglichen sie legales, staatlich-konzessioniertes Glücksspiel an 35 Standorten. Dabei haben die öffentlich-rechtlichen Gesellschaften einen Marktanteil am BSE von 56 Prozent sowie einen Anteil am Gästevolumen von 55 Prozent.

Zum Gesamtmarkt der staatlich-konzessionierten Spielbanken gehören weiterhin neun privatwirt-schaftlich ausgerichtete Unternehmen: Die deutschen Spielbanken insgesamt erreichten 2015 einen Brutto-Spielertrag („Umsatz“)  BSE von 556 Millionen Euro. 5,6 Millionen Gäste besuchten die Spielbanken. Damit konnte auch der gesamte legale Markt der deutschen Spielbanken 2015 erstmals wieder wachsen. Er erwirtschaftet einen BSE von 556 Millionen Euro (2014: 508 Millionen Euro).

„Nachdem die Spielbanken zuletzt eine rückläufige Entwicklung verzeichnen mussten, kann das staatlich-konzessionierte Glücksspiel 2015 wieder positive Zahlen präsentieren“, sagt Otto Wulfer-ding, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbanken Verbandes DSbV. „Seit Jahren stehen die deutschen Spielbanken mit ihrem legalen Angebot in einem zunehmend schärferen Verdrängungs-wettbewerb. Denn auch  das Glücksspiel unterliegt den Bedingungen der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Dem massiven Wettbewerb der nicht-legalen Online-Casinos oder vom Ausland gesteuerten Wettbüros können sich die Spielbanken nicht entziehen. Umso erfreulicher ist, dass das legale Spiele-Portfolio der Spielbanken und damit die Spielkultur in den deutschen Casinos 2015 wieder stärkeren Zuspruch erfahren haben.“

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de

Mobiles Glücksspiel

„Smartphone-Nutzung lässt den Markt des nicht regulierten Online-Glücksspiels weiter wachsen“

Baden-Baden, 15. Januar 2016. „Wenn wir die Ausweitung des nicht-regulierten Glücksspielmarktes betrachten, dürfen wir die rasante Entwicklung der mobilen Smart-Phone-Nutzung nicht aus den Augen verlieren“, sagt Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbanken Verbandes DSbV. Er nimmt Bezug auf den Jahresreport 2014 der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder. Danach wuchs der Marktanteil nicht-regulierter Spiele besonders im Internet.
„Ein wesentlicher Treiber des nichtregulierten Glücksspiels dürfte in Zukunft die Nutzung von Smartphones werden“, interpretiert Wulferding den Report im Lichte der Studie „Ständig auf Empfang: Neue Nutzungsmuster bei deutschen Smartphone-Usern“. Diese Studie wurde Januar 2016  von der Deloitte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Vorfeld der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt. Danach nutzen  quer durch alle Altersgruppen drei Viertel der Befragten in Deutschland Smartphones, ein Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Nutzungsdauer  der „smart devices“, also der Smartphones oder kleinen Tablets, wird steigen. Der Mobilfunkanbieter Vodafone und der Branchenverband Bitkom schätzen, dass Weihnachten 2015 über 20 Millionen Smartphones in Deutschland verschenkt wurden.
Dabei spielt bei der Nutzung der Smartphones die konventionelle Telefonie eine immer geringere Rolle. „Das Smartphone wird zum Medienzentrum, das Kommunikation und Entertainment bietet. Mobile Casino Spiele gehören immer öfter dazu. Wir stimmen der Aussage im Jahresreport zu, dass dem Internet im nicht-regulierten Markt eine weit bedeutendere Rolle zukommt als im regulierten Markt. Das mobile Internet wird ein starker Motor des mobile casino gamings sein und für Wachstum sorgen, da die mobile Technologie dank 4G-Konnektivität immer bequemer wird“. So prognostiziert etwa das Institut Research & Markets, dass der Umsatz im globalen mobilen Glücksspielmarkt von 2014 bis 2019 um etwa 40  Prozent steigen wird.

Weitere Informationen: Otto Wulferding, DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V.. Telefon: 07221 / 3024-177. E-Mail: info@deutscher-spielbankenverband.de